Unser Ernährungskonzept (Stand Oktober 2018)

 

1.            Einleitung, Ziele und Zielgruppen

 

Einleitung

 

Wir sind eine Ganztagsschule in Angebotsform. Der Ganztagsbetrieb startete im Jahr 2010 mit zunächst 60 GTS- Kindern. Heute nehmen 130 unserer insgesamt 305 Schüler an der Ganztagsschule teil. Unsere Schule ist vierzügig. Hier arbeiten 23 Lehrer und Lehrerinnen, eine Schulsozialarbeiterin, sowie weitere 17 GTS- Kräfte zusammen. Zusätzlich existiert seit 2016 an unserer Schule eine kostenpflichtige Betreuungsgruppe am Nachmittag. Unsere Schule besuchen Kinder aus 15 umliegenden Dörfern, sowie der Stadt Bad Sobernheim.

Folgende Schwerpunkte sind Teil unserer pädagogischen Arbeit:

-       Gesundheitserziehung

-       Ernährungserziehung

-       Sport

-       Lesen

-       Musik

-       Medienerziehung

 

Wir unterhalten Kooperationen mit:

- dem Rheinland- Pfälzischen Freilichtmuseum

- dem Turnverein

- dem Handballsportverein

- der Musikschule Kirn / Bad- Sobernheim

- den zuständigen 5 Kindertagesstätten

- den umliegenden weiterführenden Schulen

 

Am Nachmittag finden im Rahmen der GTS 20 sehr unterschiedliche AG´s statt. An unserer Schule erhalten jedes Schuljahr zwei FSJ´ler eine Ausbildung. Über die evangelische Kirchengemeinde arbeiten ehrenamtliche Helfer im Nach- und Vormittagsbereich als Lesepaten oder Hausaufgabenhilfe mit unseren Kindern zusammen. An unserer Schule gibt es zudem zwei ausgebildete Schulhunde, die regelmäßig den Unterricht begleiten. Der Förderverein ist überaus aktiv und unterstützt die schulische Arbeit in vielfacher Hinsicht.

 

Ziele

 

Ein zentraler Baustein des Ganztagskonzeptes ist die Gestaltung der Mittagspause in einem adäquaten Raum und mit einem ausgewogenen Verpflegungsangebot.

Die Kinder sind von 7.50 Uhr bis 16.00 Uhr in den Schulalltag eingebunden und verbrauchen viel Energie. Eine der wichtigsten energiebringenden Zeiten neben dem gemeinsamen Klassenfrühstück um 9.00 Uhr, stellt das gemeinsame Mittagessen in der Mensa dar. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung sorgt dafür, dass die Kinder auch am Nachmittag konzentrations- und leistungsstark bleiben. Es ist uns daher wichtig, dass möglichst alle Kinder am warmen Mittagessen teilnehmen. 

Die Verpflegung orientiert sich an den DGE- Standards für die Schulverpflegung und versucht dabei die Herausforderung zu meistern, gleichzeitig gesund und altersgerecht zu sein. Das Essen wird „cook & freeze“ angeliefert, in der Schulküche zubereitet, sowie mit frischen Beilagen ergänzt.

Wir sind uns zudem bewusst, dass sich Ernährungserziehung zunehmend vom Elternhaus in die Schule verlagert, da Erfahrungen zu Speisezubereitungen, sowie gemeinsame Mahlzeiten mehrerer Personen an einem Tisch immer seltener im Alltag vieler Familien stattfinden. So dient das gemeinsame Essen in der Schule neben der Gesunderhaltung auch der Entwicklung von Sozialverhalten, sowie eines Gemeinschaftsgefühls innerhalb der Gruppe- auch außerhalb der gewohnten Lehr- und Lernsituationen.

Durch die Auswahl der Speisen erhalten Schülerinnen und Schüler zudem die Möglichkeit, bislang unbekannte Lebensmittel kennenzulernen und diese zu probieren.

 

Zielgruppen

 

Das Mensaangebot richtet sich an die Ganztagskinder, sowie die Lehrer und FSJler, die an unserer Schule tätig sind.

 

 

2. Verpflegungsaufgabe

 

Rahmenbedingungen

 

Die Mensa ist ein neu gestalteter Raum, der explizit für die Einnahme des Mittagessens ausgelegt ist. Der Raum grenzt direkt an die Küche, die mittig zwischen der Mensa der angrenzenden Realschule plus, sowie der Grundschule gelegen ist. Der Raum ist hell und freundlich gestaltet und mit kindgemäßem Mobiliar ausgestattet. So gibt es Tische und Stühle in zwei Sitzhöhen, da Kinder von Klasse 1 bis 4 hier essen. 

Die  Ganztagskinder gestalten die Dekoration des Raumes in den Nachmittagsstunden mit.

Im Raum befindet sich zudem ein abschließbarer Schrank, in welchem Materialien (Spiele, Bastelmaterialien, Bücher) untergebracht sind, auf die das Betreuungspersonal im Anschluss an das Mittagessen zurückgreifen kann. Die Kinder können hier zwischen einer Bewegungspause auf dem Hof (mit angeleiteten Spielen) und einer Ruhephase in unserem Ruheraum oder einer Bastelarbeit wählen. 

Die einzelnen Tische sind durch ein Bild, welches ein Obst oder ein Gemüse darstellt, gekennzeichnet. So finden die Kinder täglich ihren Sitzplatz wieder. Dies ist besonders zu Beginn des Schuljahres und für die Erstklässler notwendig, um ihnen Sicherheit und Orientierungshilfe zu bieten.

 

Ablauf

 

Die Schüler essen von Montag bis Donnerstag seit September in drei aufeinander gestaffelten Zeitabschnitten. Klassenstufe 1 und 2 nehmen ihr Mittagessen in zwei Gruppen zwischen 12.00 und 13.00 Uhr ein, Klassenstufe 3 und 4 im Anschluss zwischen 13.00 und 14.00 Uhr.

Die Speisen werden von einem Catering- Unternehmen vor Ort in der Küche aufbereitet und durch frische Lebensmittel ergänzt. Die kontinuierliche Ausgabe des Essens wird über einen Vertrag, der zwischen den Eltern und dem Unternehmen geschlossen wird, gewährleistet. Der Auftraggeber für das Unternehmen ist der Schulträger, die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim.  Dieses Gremium entscheidet darüber, in welcher Form in unserer Schule Essen angeboten wird. 

Bei Fehlen aus Krankheitsgründen kann das Kind von den Eltern bis 8.00 Uhr am Morgen bei dem Unternehmen krank gemeldet und das Essen gutgeschrieben werden.

Bei schulischen Veranstaltungen meldet die Schule entsprechende Kinder vom Essen ab. Auch diese Beträge werden dann gutgeschrieben.

Sollte ein Kind vom Ganztagsbetrieb abgemeldet werden, so müssen die Eltern dafür Sorge tragen, dies dem Verpflegungsunternehmen zeitgerecht zu melden.

Bei eventuellen Problemen müssen sich die Eltern direkt mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, da diese den Vertrag ausschließlich miteinander geschlossen haben. Die Schule hat aus Datenschutzgründen keinen Einblick in diese Verträge.

Es wird darauf geachtet, dass das Personal freundlich und hilfsbereit ist und stets die Kinder im Blick hat. Dazu findet eine gesonderte Schulung und Einweisung vor Schuljahresbeginn statt. Auch während des laufenden Schuljahres treffen sich alle beteiligten Personen in regelmäßigen Abständen zum Austausch, sowie zur Reflektion der Situation in der Mensa. 

Das Mensateam deckt für alle Klassenstufen die Tische ein, erhält jedoch zeitweilig Hilfe durch die Kinder.

Zwei Mitarbeiter des Catering- Unternehmens sind für die Zubereitung, das Erwärmen des Essens, sowie die Essensausgabe an die Mensamitarbeiter bzw. die Schüler zuständig.

Die Kinder erhalten ihr Essen in Schüsseln auf den Gruppentischen und bedienen sich nacheinander. Für die Verteilung der Schüsseln, sowie das Nachholen an der Essensausgabe sind pädagogische Partner, sowie FSJler zuständig.

Nach dem Essen übernehmen Schülerinnen und Schüler das Abräumen und Säubern der Tische. 

Zum Essen wird den Kindern stilles Wasser und Wasser mit Kohlensäure gereicht.

 

Verpflegungsangebot

 

Das Cateringunternehmen stellt der Schule Speisepläne zur Verfügung. Aus diesen wählt eine Lehrerin nach den DGE Standards aus zwei Essensvorschlägen eines pro Tag aus. Regelmäßig finden Abfragen unter den Schülern statt, deren Ergebnisse ebenfalls in die Essensauswahl mit einfließen. 

Besondere Anforderungen, wie eine vegetarische Küche, Menüs ohne Schweinefleisch für Moslems, Menüs für Diabetiker oder auch Lebensmittelunverträglichkeiten werden nach Möglichkeit und individueller Rücksprache berücksichtigt. 

Folglich wird bei der Zusammensetzung der Gerichte auch auf die kulturellen Gewohnheiten, sowie die medizinischen Vorgaben geachtet. Diese Pläne und Schülerübersichten hängen in der Mensa aus.

 

 

3. Pädagogisches Konzept

 

Ernährungsbildung/ Lernort Mahlzeit

 

Aus den oben ausgeführten Rahmenbedingungen zur Mittagsverpflegung lassen sich die Eckpunkte unseres pädagogischen Konzepts ableiten. Dem gemeinsamen Mittagessen kommt im Rahmen der Ganztagsschule eine zentrale Rolle zu. Auch wenn das häusliche Essen im Kreise der Familie nicht ersetzt werden kann, so liegt es dennoch in der Verantwortung der Schule, in der Mensa ein möglichst „familiäres“ Klima anzustreben.

Die gemeinsame Einnahme des Essens ist eine pädagogische Aufgabe, innerhalb welcher Verhaltensregeln, Kommunikationsregeln, sowie Kulturtechniken vermittelt werden, die den Kindern immer wieder im täglichen Leben hilfreich sind.

Daher läuft die Mittagspause wie folgt ab: 

Vor dem Essen gehen alle Kinder zur Toilette und waschen sich die Hände. Hier wird Hygieneerziehung vermittelt. Dann stellen sie sich in einer Reihe vor der Mensa auf. Wenn alle da sind und ordentlich und leise an ihrem Platz stehen, gehen die Kinder nacheinander zu ihrem festen Sitzplatz, der bereits eingedeckt ist. Die Sitzplätze werden zu Beginn des Schuljahres festgelegt. Ein Sitzplan hängt in der Mensa aus. Diese Art der Ritualisierung vermittelt den Kindern Sicherheit. 

Bevor das Essen verteilt wird, wird ein gemeinsamer „Tischspruch“ gesprochen. Das Essen wird dann in Schüsseln von den Mensamitarbeitern an die Gruppentische gebracht, jedes Kind nimmt sich seine Essensportion und beginnt zu essen. Während des Essens bleiben alle Kinder an ihrem Platz sitzen und dürfen sich leise unterhalten. Wenn an einem Tisch Essen fehlt, zeigen die Kinder dies durch Handzeichen.

Kinder ohne bestelltes warmes Mittagessen sitzen gemeinsam an einem Tisch zusammen und verzehren ihr von zuhause mitgebrachtes Essen.

Wenn alle Kinder mit dem Essen fertig sind, räumen sie selbstständig ihr Geschirr auf einen bereitstehenden Wagen ab und räumen ihren Platz auf. Gemeinsam werden die Schüsseln abgeräumt, der Tisch gewischt und eventuell für die nachfolgende Gruppe neu eingedeckt. Durch das Übernehmen von Aufgaben lernen die Kinder hier Verantwortungsbewusstsein und werden zur Selbstständigkeit erzogen. 

Im Anschluss daran dürfen die Kinder, wie bereits erwähnt, in die Spielpause gehen. Diese stellt einen Ausgleich zum ruhigen Essen in der Mensa und zu der sich anschließenden Hausaufgabenzeit dar. 

Zu Beginn des Schuljahres werden alle geltenden Regeln mit den Schülern gemeinsam durchgesprochen. Im Anschluss daran unterschreiben alle Kinder auf einem großen Plakat, dass sie diese Regeln kennen und einhalten möchten. Dieses wird dann in der Mensa ausgehängt. Bei Nichteinhaltung erfolgt eine Information der Klassenlehrer und gegebenenfalls bei Wiederholung ein Gespräch mit den Eltern, sowie einem Vertreter der Schulleitung. 

Die geltenden Mensaregeln wurden in der Vergangenheit immer wieder überarbeitet und den sich verändernden Gegebenheiten angepasst. Es ist uns wichtig, diese übersichtlich, für alle Kinder verständlich, nachvollziehbar und kurz zu halten (Regeln: siehe Anhang). Zusätzlich haben alle Kinder ein Exemplar der Mensaregeln mit nach Hause bekommen, damit auch die Eltern Kenntnis erhalten. 

 

Schnittschnelle: Verpflegung/Ernährungsbildung

 

Gemeinsames Essen und Ernährungserziehung findet in unserer Schule jedoch nicht nur in der Mensa für die Ganztagsschüler statt, sondern findet seinen festen Platz auch im täglichen Schulalltag aller Kinder unserer Schule. 

In allen Klassen wird am Morgen gegen 9.00 Uhr gemeinsam gefrühstückt. Auch hier entwickelt jede Klasse ihre eigenen Rituale und Regeln. Unterstützt durch das Schulobstprogramm ergänzen wir jede Woche das von zuhause mitgebrachte Frühstück der Kinder. 

Zudem behandeln wir inzwischen in allen Klassenstufen Teilbereiche des Konzepts „ABC der Lebensmittel“. Hier wird immer ein Theorieteil mit praktischen Übungen verknüpft. Der Einstieg in das „ABC der Lebensmittel“ erfolgt immer über den Ernährungskreis. Die Schüler lernen die Vielfalt der Lebensmittel und den wünschenswerten Anteil einzelner Lebensmittelgruppen in einem optimalen Speiseplan kennen. Unterstützt werden wir dabei finanziell von ALDI und dem Lionsclub. 

Im 1. Schuljahr umfasst das Konzept das Thema Getränke. Das Thema Getränke steht am Anfang, um die Bedeutung des Trinkens für Konzentration und Leistungsfähigkeit herauszustellen. Die Schüler werden befähigt, wünschenswerte Getränke auszuwählen.

Im 2. Schuljahr umfasst das Konzept das Thema Obst und Gemüse. Stellvertretend für andere Obstsorten wurde der Apfel ausgewählt. Äpfel werden in allen Regionen in Rheinland- Pfalz angebaut. Sie sind praktisch das ganze Jahr verfügbar und es gibt eine reiche Sortenvielfalt. Die Schüler lernen die Gesundheitskampagne „5 am Tag- Gemüse und Obst“ kennen und im Ernährungsalltag umzusetzen.

Im 3. Schuljahr umfasst das Konzept das Thema Getreide. Getreide ist das wichtigste Grundnahrungsmittel in Deutschland. Die Schüler lernen die verschiedenen einheimischen Getreidearten kennen. Sie erfahren unmittelbar den Weg vom Korn zum Brot (Kooperation mit dem Freilichtmuseum).Auch in der Mensa werden nach DGE Gesichtspunkten Vollkornprodukte angeboten, zum Beispiel die Schusterjungs (Vollkornbrötchen).

Außerdem wird die Bedeutung von gesunden Zwischenmahlzeiten im Hinblick auf die Tagesleistungskurve der Kinder erarbeitet.

Im 4. Schuljahr umfasst das Konzept das Thema Wurst. Kinder essen gerne Wurst. Sie lernen in diesem Unterrichtsblock nicht nur die Vielfalt der Wurstarten in Deutschland kennen, sondern auch deren Herstellung. Wurst enthält positive Inhaltsstoffe, zum Teil aber auch viel Fett. Neben den ernährungsphysiologischen Aspekten werden der hygienische Umgang mit Lebensmitteln und die Lebensmittelkennzeichnung am Beispiel Wurst besprochen.

Weiterhin arbeitet unsere Schule eng mit unserem Kooperationspartner dem Rheinland- Pfälzischen Freilichtmuseum Bad Sobernheim zusammen, um den Kindern alte Kulturtechniken zu vermitteln, aber auch einen direkten Bezug zu Lebensmitteln aufzubauen, indem sie diese selbst anbauen, pflegen und ernten, bevor sie diese verzehren können. So findet in gleichem Maße Gesundheits- und Werteerziehung statt. 

In Klassenstufe 1 betreuen die Kinder einen Gemüsegarten. In Stufe 2 wird ein Kartoffelacker betreut und in Klassenstufe 3 ein Getreidefeld bearbeitet. In Klassenstufe 4 gestalten, üben die Kinder für eine öffentliche Führung (Thema: Vom Korn zum Brot) durch das Museum und geben ihr erworbenes Wissen an Schüler, Eltern und Museumsbesucher weiter.

Nach der Kartoffelernte in Stufe 3 werden die Kartoffeln gemeinsam gewogen und in je 10 Kilo Säcke abgefüllt. Teilweise werden diese auf dem Markt verkauft, so dass die Kinder den sachgemäßen Umgang mit Geld üben. Der andere Teil wird im Rahmen eines Projekttages von Kindern und Eltern zu Kartoffelpuffern, Kartoffelwaffeln und Kartoffelsuppe zubereitet und gemeinsam verzehrt. Beim Kochen werden Rezepte gelesen und Mengen abgewogen.

 

4. Kommunikation und Zusammenarbeit

 

Runder Tisch

 

In regelmäßigen Abständen (zweimal im Jahr) treffen sich Schüler, Eltern, Lehrer, Vertreter der Verbandsgemeinde, Schulleitung, sowie Vertreter des Cateringunternehmens um gemeinsam ein Mittagessen einzunehmen, dieses im Anschluss zu bewerten und sich auszutauschen. 

 

Kommunikation mit Eltern, Partnern, Schülern

 

Bereits im November am ersten Elternabend für die zukünftigen Erstklässler wird durch Lehrer sowie Schulleitung und Vertreter des Cateringunternehmens über das Mensa- und Ernährungskonzept der Grundschule informiert. 

Weiterhin findet nach Einschulung der Kinder ein weiterer Elternabend statt, um Eltern die Möglichkeit zu bieten, Rückfragen zu stellen.

Der Speiseplan wird regelmäßig auf der Homepage der Schule veröffentlicht. 

In festen Abständen finden Gespräche zwischen Vertretern der Schule, der Verbandsgemeinde sowie dem Caterer statt. Hier wird gemeinsam reflektiert und diskutiert, mit dem Ziel die Organisation des Mittagessens zu optimieren. Hier sind zum Beispiel die ständig wachsende Zahl der Ganztagskinder und die damit auftretenden Veränderungen Thema. Aus diesem Grund wurde mit dem Caterer eine schnellstmögliche Einführung des Chipsystems vereinbart. Die Verbandsgemeinde stellt 500 Euro zur Erstanschaffung der Chips zur Verfügung. 

Der Speiseplan wird in Zusammenarbeit von Cateringunternehmen und Schule, sowie der Ernährungsbeauftragten nach DGE erstellt. Dieser ist auch in der Mensa und im Flur für alle Schüler gut sichtbar aufgehängt, damit sich diese vorab über die Mahlzeiten informieren können. Dieses Angebot wird von den Schülern rege genutzt. Die Speisen werden extra in Bildform ausgewiesen, damit auch alle Kinder verlässlich wissen, um welche Lebensmittel es sich handelt. 

 

Kritik nehmen wir ernst und versuchen immer wieder Abläufe zu optimieren und an der Verbesserung unseres Konzeptes zu arbeiten.

Den Schülerinnen und Schülern steht jederzeit ein Briefkasten/ Kummerkasten zur Verfügung, in den Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge oder Wünsche abgegeben werden können. Dieser wird wöchentlich geleert und die Anregungen vom Mensateam ausgewertet.

Um sich zudem ein Bild über die Auswahl und Akzeptanz des Tagesessens machen zu können, besteht für die Kinder die Möglichkeit, einen roten oder grünen Smiley an einer, in der Mensa befindlichen Magnettafel anzubringen und so ihre Meinung kurz zu visualisieren. Dieses Meinungsbild wird ebenfalls wöchentlich ausgewertet und fließt in die Gestaltung des Speiseplans mit ein.

Weiterhin existiert ein aus Schülern und Schülerinnen bestehendes Speiseplangremium, welches sich mit der Auswahl der Speisen für einen Zyklus befasst und darauf Einfluss nimmt.

Neben dieser Form der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Evaluation haben wir zudem zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 alle Eltern der GTS- Kinder zu einem Probeessen in die Schule eingeladen, um ein Feedback geben zu können, was gerne gegessen wird.

Zudem führen wir regelmäßig Speiseplanchecks durch, um den Richtlinien der DGE entsprechend, ausgewogene Speisepläne zu erstellen.

Der Tag der Schulverpflegung ist immer ein fester Bestandteil unseres Qualifizierungsprogramms.

 

           5. Qualitätssicherung

 

Zusammenarbeit und Weiterentwicklung

 

Im Vordergrund steht auch zukünftig unser Hauptziel, die Wünsche und Erwartungen von Eltern und Schülern mit den Möglichkeiten und Erfordernissen einer gesunden Ernährung weitestgehend in Übereinstimmung zu bringen und dabei die personellen und räumlichen Gegebenheiten vor Ort optimal zu nutzen und einzubeziehen.

Dazu trägt auch die feste Verankerung des Themas „gesunde Ernährung“ im Unterricht des Faches Sachunterricht in allen Klassenstufen bei. So wird Ernährungsbildung in den schuleigenen Arbeitsplänen vorangetrieben.

Mittels der Kooperation mit dem Rheinland- Pfälzischen Freilichtmuseum vor Ort findet eine feste Verknüpfung von Lebensmittelanbau und deren Verzehr statt.

Zudem bereichert das pädagogische Konzept des „ABC der Lebensmittel“ mittlerweile den Unterricht aller Klassen. Es konnten Sponsoren (Aldi oder Lions Club) gefunden werden, die es uns ermöglichen, die nötigen Lebensmittel kostenfrei zu erwerben um Aktionen wie den „Apfeltag“ mit allen Schülern und Schülerinnen einer Klassenstufe gemeinsam durchführen zu können.

Wir sind bestrebt, das Thema Ernährung in der gesamten Schülerschaft zu gute kommen zu lassen und nicht nur bei den GTS- Kindern ins Zentrum zu rücken.

Es werden immer wieder Veranstaltungen, wie den „Move it-day“, mit der Aktion gemeinsam Wraps zu belegen und sein Mensaessen so aktiv selbst mitgestalten zu können, angeboten. Neben einem Kartoffeltag in Klassenstufe 3 wird es auch in der Mensa einen solchen geben. 

Auch im Bereich der AG´s am Nachmittag wird immer wieder am Nachmittag eine AG zum Thema Kochen angeboten, die sich großer Beliebtheit erfreut und in der die Kinder die Möglichkeit erhalten, Einblicke in die Essenszubereitung zu gewinnen.

Es wird auch weiterhin auf unterschiedlichste Art und Weise evaluiert werden, so zuletzt im August. Hier haben alle aktuellen Ganztagskinder an einer Mittagessenbefragung teilgenommen (siehe Anhang). 

Das wichtige Thema Ernährung hat einen festen Platz im Konzept unserer Schule erhalten. Wir werden versuchen alle bestehenden Punkte einzuhalten und uns ständig den wechselnden Begebenheiten (zum Schuljahr 2018/2019 bekamen wir erstmals über 30 neue GTS- Kinder) anzupassen und unser bestehendes Konzept weiter auszubauen.

Seit Schuljahresbeginn wurden folgende neue Maßnahmen umgesetzt:

 

-       Die Kinder essen in 3 Gruppen, um die Essensatmosphäre angenehmer zu gestalten (Vermeidung langer Wartezeiten, Verringerung des Geräuschpegels…)

-       Die Stühle wurden mit Filzstoppern versehen, um ebenfalls den Geräuschpegel zu senken.

-       Die Einführung eines Chipsystems wird in naher Zukunft realisiert, um den Ablauf zu optimieren. 

-       Die Räumlichkeiten wurden weiter ansprechend ausgestaltet und eine neue Räumlichkeit (Ruheraum) wurde geschaffen. 

-       Des Weiteren wird vor allem den nicht deutschsprachigen Familien die Anmeldung zum Essen erleichtert, indem Anmeldeformulare in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt werden.

-       Außerdem gibt es nun die Möglichkeit die Anmeldung auch schriftlich ohne Internet durchzuführen. 

-       Erstmals findet zudem an jedem Nachmittag der Woche eine Koch - AG statt, die von unserer Mensaleitung, einer Hauswirtschafterin, geleitet wird.

-       Während des wöchentlich stattfindenden Jour Fix (Donnerstag, 1. Pause) wird das Kollegium regelmäßig über die aktuelle Situation in und um die Mensa informiert. 

-       Am 11.09.2018 wurde im Rahmen einer Gesamtkonferenz über die stattgefundene Fortbildung, an der zwei Kolleginnen teilnahmen, (Qualität in der Kita- und Schulverpflegung“) berichtet.

-       Zum Schuljahr 2019/20 soll die Teilnahme am Mittagessen für alle Ganztagskinder verpflichtend werden.

 

Leitbild

 

Angesichts der gesellschaftlichen Veränderung kommt der Ernährungserziehung eine immer größere Bedeutung zu. 

Zunehmend ersetzt das Essen in der Schule die gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie. Deshalb ist es uns ein Anliegen im Ganztags-, sowie im Halbtagsbereich an einer Atmosphäre zu arbeiten, in der Kinder gemeinsam und in Ruhe Mahlzeiten einnehmen, Lebensmittel kennenlernen, Tischmanieren verinnerlichen, Essen positiv erleben und auch genießen können. So soll Essen nicht nur als „Hungerbekämpfung“ empfunden werden, sondern zu einem positiv geprägten Gemeinschaftserlebnis werden. 

Daran wollen wir gemeinschaftlich auch in Zukunft mit allen aufgeführten Partnern arbeiten, reflektieren und uns weiterentwickeln. 

 

 

Grundschule
Bad Sobernheim

 

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